Worum geht es in diesem Beitrag?
Genehmigungspflichtige Leistungen beim Zahnarzt sind ein wichtiger Bestandteil der Abrechnung. Was viele Praxen jedoch unterschätzen: Die Vorgaben unterscheiden sich je nach KZV deutlich. Leistungen, die in einem Bundesland genehmigt werden müssen, können in einem anderen ohne Genehmigung abgerechnet werden. Wer diese Unterschiede nicht kennt, riskiert Rückfragen, Kürzungen und unnötigen Aufwand.
Einleitung für die Genehmigungspflichtige Leistungen
Genehmigungspflichtige Leistungen beim Zahnarzt gehören zum Alltag jeder Praxis. Dennoch kommt es immer wieder zu Unsicherheiten in der Abrechnung. Ein häufiger Grund dafür ist die Annahme, dass Regelungen bundesweit einheitlich gelten.
Genau das ist jedoch nicht der Fall. Die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen geben regionale Vorgaben vor, die sich in Details deutlich unterscheiden können. Für Praxen bedeutet das, dass eine Leistung je nach Standort unterschiedlich behandelt werden muss.
Genehmigungspflichtige Leistungen beim Zahnarzt sind regional unterschiedlich geregelt
Die KZVen regeln viele Abläufe eigenständig. Dadurch entstehen Unterschiede bei:
- Genehmigungspflichten
- Antragsverfahren
- Formularen
- Abrechnungswegen
Eine Leistung kann in einem KZV-Bereich genehmigungspflichtig sein und in einem anderen Bereich nicht. Diese Unterschiede sind für die korrekte Abrechnung entscheidend.
Praxisbeispiel Schienentherapie
Ein typisches Beispiel aus dem Praxisalltag ist die Schienentherapie.
In Bayern sind Leistungen rund um Schienen häufig genehmigungspflichtig. Vor Beginn der Behandlung muss ein Antrag bei der Krankenkasse gestellt werden.
In Baden-Württemberg können vergleichbare Leistungen teilweise ohne vorherige Genehmigung abgerechnet werden.
Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass identische Leistungen unterschiedlich behandelt werden können. Genau hier entstehen häufig Fehler in der Praxis.
Risiken für Zahnarztpraxen
Wenn genehmigungspflichtige Leistungen beim Zahnarzt nicht korrekt berücksichtigt werden, entstehen schnell Probleme.
Typische Folgen sind:
- Rückfragen von Krankenkassen
- Verzögerungen in der Abrechnung
- Kürzungen oder Ablehnungen
- zusätzlicher Verwaltungsaufwand
Besonders betroffen sind Praxen mit mehreren Standorten oder Praxen, die Patienten aus verschiedenen Bundesländern behandeln.
So vermeiden Sie Abrechnungsfehler
Um Fehler bei genehmigungspflichtigen Leistungen zu vermeiden, sollten Praxen klare Abläufe definieren.
Wichtige Maßnahmen sind:
- aktuelle Vorgaben der zuständigen KZV regelmäßig prüfen
- Genehmigungspflichten vor Behandlungsbeginn klären
- richtige Formulare verwenden
- das Team regelmäßig schulen
Ein kurzer Blick in die aktuellen Richtlinien kann spätere Probleme verhindern und sorgt für mehr Sicherheit im Praxisalltag.
Herzliche Grüße
Celine
von Winter Praxismanagement
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Irina von Winter Praxismanagement
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