Parodontitistherapie in der GOZ aus honorartechnischer Sicht richtig nutzen

Parodontitistherapie in der GOZ mit optimierter Abrechnung und Leistungskette.
Die Parodontitistherapie in der GOZ bietet erhebliches Potenzial zur Honoraroptimierung. Viele Praxen schöpfen dieses Potenzial jedoch nicht vollständig aus. Durch eine strukturierte Leistungskette, die richtige Auswahl abrechenbarer Positionen und einen frühzeitig erstellten Kostenvoranschlag lassen sich Honorare deutlich steigern. In diesem Beitrag zeigen wir anhand eines konkreten Beispiels, wie sich Leistungen sinnvoll kombinieren lassen und warum sich ein Kostenvoranschlag in jedem Fall lohnt.

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Worum geht es heute bei der Parodontitistherapie

Die Parodontitistherapie in der GOZ bietet erhebliches Potenzial zur Honoraroptimierung. Viele Praxen schöpfen dieses Potenzial jedoch nicht vollständig aus. Durch eine strukturierte Leistungskette, die richtige Auswahl abrechenbarer Positionen und einen frühzeitig erstellten Kostenvoranschlag lassen sich Honorare deutlich steigern. In diesem Beitrag zeigen wir anhand eines konkreten Beispiels, wie sich Leistungen sinnvoll kombinieren lassen und warum sich ein Kostenvoranschlag in jedem Fall lohnt.

Unsere einleitenden Worte zum Beitrag 

Die Parodontitistherapie gehört zu den häufigsten Behandlungen im Praxisalltag. Gleichzeitig ist sie ein Bereich, in dem viele Praxen wirtschaftliches Potenzial ungenutzt lassen.

Gerade bei privatversicherten Patienten ist die Parodontitistherapie in der GOZ ein komplexes Zusammenspiel aus medizinischer Notwendigkeit und korrekter Abrechnung. Wer hier strukturiert vorgeht, kann nicht nur die Behandlung optimal gestalten, sondern auch das Honorar rechtssicher und wirtschaftlich optimieren.

Ein zentraler Punkt dabei ist der Kostenvoranschlag.

Warum sich ein Kostenvoranschlag immer lohnt

Ein Kostenvoranschlag ist bei privatversicherten Patienten nicht nur sinnvoll, sondern in vielen Fällen entscheidend.

Er sorgt für:

  • Transparenz gegenüber dem Patienten
  • Planungssicherheit für die Praxis
  • höhere Wahrscheinlichkeit der Kostenübernahme durch die PKV

Wird der Kostenvoranschlag vor Behandlungsbeginn bei der Versicherung eingereicht, erhöht sich die Chance, dass die geplanten Leistungen vollständig anerkannt werden.

Gerade bei komplexen Leistungsketten in der Parodontitistherapie in der GOZ ist dies ein entscheidender Vorteil.

Subgingivale Instrumentierung richtig abrechnen

Ein großes Potenzial liegt in der Auswahl der richtigen Leistungen zur subgingivalen Instrumentierung.

Im folgenden Beispiel wird deutlich, wie sich unterschiedliche Abrechnungswege auswirken können.

Ausgangssituation:
Gebiss mit 32 Zähnen, alle Zähne mit 4 mm und Blutung oder 5 mm Sondierungstiefe.

Berechnung nach klassischen GOZ-Leistungen:

  • 18 x GOZ 4050
  • 14 x GOZ 4055
  • 18 x GOZ 4070
  • 14 x GOZ 4075

Ergebnis bei Faktor 2,3:
ca. 514 €

Alternative Berechnung unter Berücksichtigung der Empfehlungen des PKV-Spitzenverbandes:

  • GOZ 1040
  • Analogleistungen 3010a und 4138a

Ergebnis bei Faktor 2,3:
ca. 770 €

👉 Das entspricht einer Steigerung von rund 50 Prozent.

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig die strukturierte Auswahl der Leistungen ist. Die dargestellten Zahlen beziehen sich auf einen Teil der möglichen Leistungen und dienen als Beispiel für eine optimierte Berechnung.

Die Bedeutung der Taschentiefenmessung

Ein oft unterschätzter Punkt ist die erneute Messung der Taschentiefen.

Diese ist nicht nur medizinisch notwendig, sondern auch abrechnungstechnisch relevant.

Sie ermöglicht die zusätzliche Berechnung von:

  • GOZ 0090a
  • GOZ 2197a
  • in Kombination mit GOZ 1040

Der Mehrwert wird schnell deutlich:

  • pro mehrwurzeligem Zahn: ca. 16,82 € zusätzlich
  • pro einwurzeligem Zahn: ca. 7,75 € zusätzlich

Bei einem Beispiel mit sechs mehrwurzeligen und acht einwurzeligen Zähnen ergibt sich:

👉 ein zusätzliches Honorar von rund 163 €

Auch diese Vorgehensweise entspricht den Empfehlungen des PKV-Spitzenverbandes und zeigt, wie medizinische Notwendigkeit und wirtschaftliche Optimierung zusammenwirken.

Strukturierte Terminierung als Erfolgsfaktor

Neben der Abrechnung spielt auch die Organisation eine wichtige Rolle.

Gerade bei privatversicherten Patienten ist es sinnvoll, eine klare Terminstruktur zu schaffen.

Dazu gehört:

  • ein definierter PA-Recall
  • klare Terminbezeichnungen
  • strukturierte Zeitplanung
  • ggf. farbliche Kennzeichnung im System

So wird sichergestellt, dass Patienten kontinuierlich betreut werden und keine Behandlungsschritte verloren gehen.

Struktur statt Zufall in der Parodontitistherapie

Viele Praxen arbeiten in der Parodontitistherapie ohne klar definierte Leistungsketten. Dadurch entstehen Unsicherheiten und wirtschaftliche Potenziale bleiben ungenutzt.

Eine strukturierte Herangehensweise umfasst:

  • klare Befunderhebung
  • sinnvoll aufgebaute Leistungsketten
  • schnelle Erstellung von Kostenvoranschlägen
  • konsequente Begleitung des Patienten bis zur UPT

Gerade in der Parodontitistherapie in der GOZ entscheidet die Struktur über den Erfolg.

Die Parodontitistherapie bietet aus honorartechnischer Sicht erhebliches Potenzial. Durch die richtige Kombination von Leistungen, die Einbindung eines Kostenvoranschlags und die Berücksichtigung zusätzlicher abrechenbarer Positionen lassen sich Honorare deutlich steigern.

Wenn Sie diesen Bereich in Ihrer Praxis optimieren möchten, aber unsicher sind, wie Sie die Leistungsketten sinnvoll aufbauen oder privatversicherte Patienten strukturiert begleiten, unterstützen wir Sie gerne dabei.

Eure Elisabeth

Winter Praxismanagement

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