Friktion bei Teleskopprothesen wiederherstellen – GOZ & Festzuschuss nutzen

Teleskopprothese im Mund mit hervorgehobener Friktion
Teleskopprothesen gehören zu den flexibelsten und am häufigsten eingesetzten Zahnersatzlösungen. Mit der Zeit kann jedoch die Friktion zwischen Primär- und Sekundärteleskop nachlassen, insbesondere bei Nichtedelmetallprothesen. Früher war die Galvanisierung gängige Praxis, doch sie ist heute aufgrund hoher Goldpreise kaum noch wirtschaftlich. Moderne Verfahren, wie das Setzen von Laserpunkten, bieten eine effiziente, festzuschussfähige Möglichkeit, die Friktion wiederherzustellen. Der Festzuschuss 6.1 kann genutzt werden, das GOZ-Honorar 5090 je Teleskop abgerechnet werden, und das Labor kann die Leistung in der BEB hinterlegen. In diesem Beitrag erklärt Kim Schritt für Schritt, wie die Friktion wiederhergestellt wird, welche Abrechnungsmöglichkeiten bestehen und welche Vorteile diese Methode für Praxen und Patienten bietet.

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Teleskopprothesen sind aus der modernen Zahnersatzversorgung nicht mehr wegzudenken. Sie lassen sich flexibel an verschiedene Zahnbefunde anpassen, sind erweiterbar und für Patienten leicht zu handhaben. Doch wie jede mechanische Verbindung unterliegen auch Teleskope der Abnutzung. Besonders bei Nichtedelmetall (NEM) kann die Friktion zwischen Primär- und Sekundärteleskop nachlassen.

Früher war die Galvanisierung ein gängiges Verfahren zur Wiederherstellung der Friktion. Aufgrund der hohen Goldpreise und des hohen Aufwandes ist sie heute oft unwirtschaftlich und eine reine Privatleistung. Eine moderne, wirtschaftliche und festzuschussfähige Lösung ist das Setzen von Laserpunkten.

1. Warum die Friktion nachlässt

Die Friktion zwischen Primär- und Sekundärteleskop ist entscheidend für die Stabilität der Prothese. Bei jeder Handhabung und Nutzung kommt es zu minimalem Verschleiß. Mit der Zeit wird die Passung lockerer, und die Prothese sitzt nicht mehr sicher. Dies kann sowohl die Funktion als auch den Tragekomfort beeinträchtigen.

2. Moderne Methode: Laserpunkte

Das Setzen von Laserpunkten ist eine effiziente Methode, um die Friktion punktuell wiederherzustellen.

Ablauf:

  • 2–4 Laserpunkte im Innenlumen der Sekundärkrone
  • Punktuelle Reduktion des Fügespaltes
  • Aktivierung der Friktion

Vorteile:

  • Festzuschussfähig (Festzuschuss 6.1)
  • GOZ-Honorar 5090 je Teleskop
  • Labor setzt BEB-Position „Leistungen für die Wiederherstellung der Friktion, je Teleskop“
  • Keine teure Galvanisierung nötig
  • Schnelle, präzise und langlebige Lösung

3. Abrechnung und Festzuschuss

  • GOZ 5090: je Teleskop abrechenbar
  • Festzuschuss 6.1: je Prothese, gleichartige Wiederherstellung
  • Dokumentation im Labor: BEB-Position korrekt eintragen

Praxis-Tipp für Zahnärzte und Labore

  1. Prüfen Sie die Abnutzung der Teleskope regelmäßig
  2. Bei nachlassender Friktion Laserpunkte setzen
  3. Patienten über die Vorgehensweise und mögliche Kosten informieren
  4. Abrechnung sorgfältig dokumentieren
  5. Nutzen Sie den Festzuschuss 6.1 – dies reduziert Privatanteile für den Patienten

Die Wiederherstellung der Friktion bei Teleskopprothesen ist heute einfacher, wirtschaftlicher und für den Patienten angenehmer als früher. Mit Laserpunkten lässt sich die Stabilität punktgenau aktivieren, die Abrechnung ist klar geregelt, und Praxen profitieren von geringem Aufwand und zufriedenen Patienten.

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Kim von Winter Praxismanagement

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