Wiederbefestigung einer Stiftkrone mit gegossenem Stift: Abrechnungstipps für GKV-Patienten

Erfahren Sie, wie Sie die Wiederbefestigung einer Stiftkrone bei gesetzlich versicherten Patienten korrekt abrechnen, ob ein- oder zweizeitig.
Die Wiederbefestigung einer Stiftkrone kann in einer Zahnarztpraxis häufig vorkommen. Tanja von Winter Praxismanagement erklärt die korrekte Abrechnung dieses Vorgangs für gesetzlich versicherte Patienten, abhängig davon, ob die Krone und der Stift ein- oder zweizeitig rezementiert werden.

Share This Post

Die Wiederbefestigung einer Stiftkrone kann in einer Zahnarztpraxis häufig vorkommen. Tanja von Winter Praxismanagement erklärt die korrekte Abrechnung dieses Vorgangs für gesetzlich versicherte Patienten, abhängig davon, ob die Krone und der Stift ein- oder zweizeitig rezementiert werden.

Herausforderung in der Praxis: Wiederbefestigung einer Stiftkrone

Es passiert nicht selten, dass Patienten mit einer abgefallenen Stiftkrone in die Praxis kommen. Dies kann sowohl eine Herausforderung als auch eine Gelegenheit sein, Ihre Fachkompetenz unter Beweis zu stellen. Die korrekte Abrechnung dieses Vorgangs hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Abrechnungsmodalitäten bei GKV-Patienten

Die Abrechnung der Wiederbefestigung einer Stiftkrone bei gesetzlich Versicherten kann komplex sein. Hier sind die Schlüsselpunkte:

  • Einzeitige Wiederbefestigung: Wenn die Stiftkrone als ein Stück vorliegt, wird die Wiederbefestigung als Regelversorgung behandelt und unter der Bema-Nr. 24a abgerechnet.
  • Zweizeitige Wiederbefestigung: Falls Stift und Krone separat behandelt werden müssen, wird die Bema-Nr. 24a für jedes Teil einzeln angesetzt. Das bedeutet, die Nummer kann einmal für den Stift und einmal für die Krone verwendet werden.

Zusätzliche Abrechnungsoptionen

Unabhängig von der Methode der Wiederbefestigung kann zusätzlich die adhäsive Befestigung nach GOZ 2197 abgerechnet werden, die für eine verbesserte Haltbarkeit der wiederbefestigten Teile sorgt.

ACHTUNG: Der Festzuschuss 6.8, der für wiederherstellungsbedürftigen festsitzenden rezementierbaren Zahnersatz gilt, darf nur einmal je Zahn angesetzt werden, unabhängig von der Ein- oder Zweizeitigkeit der Prozedur.

Die korrekte Abrechnung der Wiederbefestigung einer Stiftkrone erfordert präzises Wissen über die Abrechnungsrichtlinien. Durch das Verstehen und Anwenden dieser Richtlinien können Sie sicherstellen, dass Ihre Abrechnungspraxis effizient und regelkonform bleibt.

Ihre Experten für zahnmedizinische Abrechnung

Bei Winter Praxismanagement unterstützen wir Sie gerne mit weiteren Informationen und Hilfestellungen zur Abrechnung zahnmedizinischer Leistungen. Besuchen Sie unseren Blog für weitere hilfreiche Artikel oder kontaktieren Sie uns direkt.

Ihre Tanja

von Winter Praxismanagement

www.winter-praxismanagement.de

info@winter-praxismanagement.de

+49 (0) 179 2344357

Erfahren Sie Mehr

QM Zahnarztpraxis mit strukturiertem Teammeeting und klaren Praxisabläufen
Qualitätsmanagement

QM Zahnarztpraxis: Warum Qualitätsmanagement das Team entlastet

Qualitätsmanagement ist in der Zahnarztpraxis kein verstaubter Ordner im Regal. Richtig umgesetzt ist QM Zahnarztpraxis ein praktisches Werkzeug für mehr Sicherheit, klare Abläufe und weniger Stress im Team. Es hilft

Präendodontischer Aufbau Abrechnung bei Wurzelkanalbehandlung in der Zahnarztpraxis
Zahnärtzliche Abrechnung

Präendodontischer Aufbau Abrechnung: Was ist das und wie wird er berechnet?

Ein präendodontischer Aufbau ist eine vorbereitende Maßnahme vor oder während einer Wurzelkanalbehandlung. Er wird notwendig, wenn die Zahnkrone so stark zerstört ist, dass keine ausreichenden Zahnwände mehr vorhanden sind. Ohne diesen Aufbau kann Speichel mit Bakterien in das Wurzelkanalsystem gelangen. Außerdem lässt sich ein Kofferdam oft nicht sicher anlegen. Genau hier beginnt die Präendodontischer Aufbau Abrechnung, denn diese Leistung ist weder klassisch als Füllung noch als endgültige Aufbaufüllung zu verstehen. Sie dient dazu, eine endodontische Behandlung überhaupt fachgerecht durchführen zu können. Für Praxen ist die korrekte Berechnung wichtig, weil der präendodontische Aufbau in der GOZ nicht ausdrücklich beschrieben ist und im GKV-Bereich regionale Unterschiede bestehen können. Die Bundeszahnärztekammer beschreibt den präendodontischen Aufbau unter anderem als Voraussetzung für keimarme Instrumentierung, Kofferdam und Referenzpunkte zur Längenbestimmung.